Coronapandemie: Die aktuellen Fallzahlen in Deutschland und weltweit steigen

Coronapandemie: Die aktuellen Fallzahlen in Deutschland und weltweit steigen

24 Jan 2021

Berlin - Aktuell gibt es in Deutschland rund 275.700 Coronavirus-Infizierte. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete 12.257 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden (Stand: 24. Januar, 0:00 Uhr). Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 2.134.936 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 349 auf 51.870. Als genesen gelten rund 1.807.500 Menschen, etwa 12.000 mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der Impfungen liegt laut Robert Koch-Institut bei 1.632.777 (Stand: 23. Januar).

Wieler: Die Maßnahmen zeigen Wirkung
Nach wie vor seien die Fallzahlen zu hoch, "aber wir sehen einen klar leicht positiven Trend", erklärte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, bei einer Pressekonferenz am 22. Januar. Deutschland sei auf einem "sehr guten Weg". Die Zahlen würden in den meisten Bundesländern sinken, und das seien die Erfolge der Maßnahmen. "Aber wir dürfen eben nicht nachlassen", mahnte Wieler.

Auch mit Blick auf die hohe Zahl an Todesfällen in Deutschland erklärte der Präsident des RKI, wie wichtig es sei, alle Maßnahmen zur Kontaktreduzierung weiterhin konsequent anzuwenden: "Wir können damit schwere Verläufe und Todesfälle verhindern."

Er äußerte sich außerdem zu den Virusmutationen. Alle bereits beschlossenen Maßnahmen schützten auch vor der Ansteckung mit den neuen Virusvarianten. "Wir wollen verhindern, dass sich diese noch ansteckenderen Varianten ausbreiten. Und dazu dürfen wir keine Zeit verlieren." Denn man könne nur zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren, wenn die Fallzahlen massiv und dauerhaft sinken.

Wieler appellierte zudem an die Menschen in Deutschland: "Wenn Sie eine Impfung angeboten bekommen, bitte lassen Sie sich auch impfen!" Die Impfstoffe seien zugelassen, sicher, verträglich und sie schützten vor einer COVID-19-Erkrankung.

7-Tage-R-Wert
Laut Situationsbericht des RKI liegt die Ansteckungsrate (Reproduktionszahl) mit dem Coronavirus in Deutschland aktuell bei 1,01 (7-Tage-R-Wert, Stand: 23. Januar). Die Reproduktionszahl R bezeichnet die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter im Durchschnitt angesteckt.

Die Reproduktionszahl - oder kurz gesagt der R-Wert - bezieht sich auf einen Zeitraum über mehrere Tage, der in der Vergangenheit liegt. Meldeverzögerungen und Schätzungen können zu statistischen Schwankungen führen. Wenn der R-Wert um 1 schwankt, stagniert das Infektionsgeschehen auf gleichem Niveau. Steigt der R-Wert dauerhaft über 1, nehmen auch die Fallzahlen zu.

Fallzahlen weltweit
Laut Johns-Hopkins-Universität (JHU) haben sich weltweit 98.747.150 Menschen in 191 Ländern mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Coronavirus sind 2.120.840 Menschen gestorben (Stand: 24. Januar, 7:20 Uhr). Als genesen gelten 54.449.841 Menschen.

Was im Winter wichtig ist
Noch immer infizieren sich in Deutschland jeden Tag Tausende mit dem Coronavirus. In der kälteren Jahreszeit erhöht sich die Ansteckungsgefahr, da wir uns vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten. Hier finden Sie Empfehlungen und Regeln, wie Sie sich und Ihre Mitmenschen in den Wintermonaten schützen können.

Seien Sie vorsichtig in geschlossenen Räumen
Wegen Kälte und Nässe verbringen wir im Herbst und Winter die meiste Zeit drinnen. Dort ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch, denn das Virus wird vor allem durch Aerosole übertragen, also durch Flüssigkeitspartikel, die sich in geschlossenen Räumen besonders gut verteilen. Deshalb gilt: Es sollten sich - angepasst an die Raumgröße - nicht zu viele Menschen in einem Raum aufhalten. Zudem sollte immer wieder gut gelüftet werden.

Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen
Bei notwendigen Kontakten in Innenräumen, zum Beispiel auf der Arbeit, gilt: Seien Sie achtsam. Halten Sie sich an die AHA-Regeln: Abstand (mindestens 1,5 Meter), Hygiene, also Hände waschen, Alltag mit Maske. Die Formel wird ergänzt um +A für die Nutzung der Corona-Warn-App sowie ein L fürs Lüften. Gerade in den kommenden Monaten mit volleren Innenräumen ist das Lüften ein einfaches und wirksames Mittel, um die Infektionsgefahr zu mindern.

Beschränken Sie private Zusammenkünfte
Bis 14. Februar 2021 gilt: Private Zusammenkünfte sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. So sieht es der gemeinsame Beschluss PDF, 117 KB, nicht barrierefrei von Bund und Ländern vom 19. Januar vor. Verbindliche Geltung haben dabei immer die Corona-Schutz-Verordnungen der Länder. Auf private Feiern soll gänzlich verzichtet werden.

Verzichten Sie auf soziale Aktivitäten
In der Freizeit sollten Sie alle Bereiche meiden, in denen Sie auf viele Menschen treffen könnten. Gleiches gilt für nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten im öffentlichen Nahverkehr.

Seien Sie beim Einkaufen vorsichtig
Achten Sie darauf, dass nicht zu viele Menschen in einem Geschäft sind, richten Sie sich nach den überwiegend angegebenen maximalen Zutrittszahlen. Müssen Sie in einer Warteschlange stehen, halten Sie Abstand - auch vor den Regalen oder an den Kassen. Bund und Länder haben vereinbart, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken gilt. Das sind OP-Masken sowie Masken der Standards KN95 oder FFP2. Generell empfehlen Bund und Länder das Tragen medizinischer Masken auch bei engeren oder längeren Kontakten zu anderen Personen, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Betreiben Sie Sport möglichst allein oder zu zweit
Profisportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern wurde seit 2. November eingestellt. Auch Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Beschränken Sie sich beim Sport auf Aktivitäten allein oder zu zweit. Nutzen Sie die Zeit für Spaziergänge an der frischen Luft - das ist gut für Körper und Geist.

Bleiben Sie zuhause
Melden Sie sich bei ansteckenden Atemwegserkrankungen telefonisch bei einem Arzt oder einer Ärztin und lassen Sie sich krankschreiben. Bleiben Sie zu Hause, bis die akuten Symptome abklingen. Das Robert Koch-Institut rät zu mindestens fünf Tagen. Der Arzt oder die Ärztin bespricht mit Ihnen, ob aufgrund der Krankheitszeichen eine Testung, Untersuchung oder eine weitergehende Behandlung erforderlich ist. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Telefonnummer 116117 immer erreichbar.

Verzichten Sie auf private Reisen
Generell sollten Sie privat nicht verreisen und auch auf Besuche bei Verwandten verzichten. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. Sollte eine Reise nicht zu vermeiden sein, gelten die Corona-Regelungen der Bundesländer.

Insbesondere touristische Reisen ins Ausland, unter anderem in Hinblick auf die Skisaison, sind zu vermeiden!

Quelle-Grafik: Bundesregierung

 

 

 

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